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Band-Porträt: Emil Mangelsdorff Quartett
Bandfoto Emil Mangelsdorff Quartett
BandgrößeQuartett ⇒ Line-Up: cl/as/fl, p, b, dr **
Wirkungskreis(national)
Stilinstrumental
Aktiv?ja, Band existiert noch
KontaktpersonNels, Christiane Kontaktperson per E-Mail kontaktieren
Musiker (alphabetisch)Mangelsdorff, Emil (as) Weitere Info zum Musiker · Rek, Vitold (b) Weitere Info zum Musiker · Stefanski, Janusz (dr) Weitere Info zum Musiker · Wagner, Thilo (p) Weitere Info zum Musiker
Anm.: Uns bekannte Besetzung der Band am 23.11.2006.
Presseinfo[ Band * ] Emil Mangelsdorff, der „große Bruder“ des im vergangenen Jahr gestorbenen legendären Posaunisten Albert Mangelsdorff, ist ein Pionier und Urgestein des Swing und Bebop in Deutschland.
Der Klarinettist, Saxophonist und Komponist ist ein wichtiger Zeitzeuge und Archivar der Geschichte des Jazz in unserem Lande und gilt als Meister der Balladen, in denen, wie ein Kritiker schrieb, sein singender und warmer Ton auf dem Altsaxophon besonders zur Geltung kommt. Auch die übrigen Mitglieder des Quartetts sind als sehr kreative Solisten bekannt. Es gehören dazu: Jörg Reiter am Piano, der gebürtige Pole und Wahlhesse Vitold Rek am Bass und der ebenfalls aus Polen stammende hessische Jazzpreisträger von 2003, Janusz Stefanski, am Schlagzeug.
Emil Mangelsdorff wurde 1925 in Frankfurt geboren. Schon mit elf Jahren hörte er bei der BBC Louis Armstrong und Benny Goodman. Die Jazz-Musik beeindruckte ihn so sehr, dass er bereits 1940, als 15-Jähriger, mitten ím Zweiten Weltkrieg, als Leiter einer kleinen Combo im Hot Club in Frankfurt auftrat — heimlich im Hinterzimmer einer Gaststätte. Die „Swing-Jugend“-Gruppe um Mangelsdorff geriet bald ins Visier der Gestapo. Mangelsdorff wurde schikaniert und verhaftet. Er saß 20 Tage in Haft, wurde vorzeitig zum Militär eingezogen und an die russische Front geschickt, wo er in russische Gefangenschaft geriet. 1949 kehrte er nach Frankfurt zurück und wurde Mitglied in diversen Dixieland- und Swing-Bands. In den 50er-Jahren wurden der Bebop und der Cool-Jazz populär, und Emil Mangelsdorff wandte sich diesen moderneren Spielweisen des Jazz zu. Dennoch blieben Swing und Blues die Seele und die Basis seiner Musik.
Von 1968 bis 1970 war Mangelsdorff Leiter des Deutschen Jazz-Festivals sowie Leiter des Tournee-Ensembles „History of Jazz“. Für das Goethe-Institut unternahm er große Asien- und Südamerika-Tourneen mit den German All Stars, spielte aber auch Swing. Mangelsdorff ist Gründungsmitglied des Jazz-Ensembles des HR und dort bis heute aktiv. Ihm sind zahlreiche Aufnahmen in Rundfunk und Fernsehen sowie zahlreiche Schallplatten, unter anderem auch mit Lyrik von Heinrich Heine und Texten von Allan Ginsberg, zu verdanken. Mangelsdorff ist Träger des hessischen Jazzpreises, des Schallplattenpreises der Deutschen Phono-Akademie sowie der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt.
„Der mit Preisen hochdekorierte Musiker ... spielt den hinreißend virtuosen Bebop, den seelenvollen Blues, die poetisch erzählte Ballade“ (Düsseldorfer Nachrichten, 2004)
(*) Informationen von der Band selbst.
Kontakt (Leider keine Information vorhanden.)
(**) Bzgl. der hier verwendeten Abkürzungen von Musikinstrumenten haben wir uns weitgehend auf diesen Wikipedia-Artikel bezogen.

»Emil Mangelsdorff Quartett« spielte für den Jazz-Club Trier e.V. und seine Kooperationspartner auf folgender Veranstaltung:
 
Datum Veranstaltung Wo Ort Mehr Info
23.11.2006 Konzert Tufa - Großer Saal Trier Weitere Info zum Auftritt der Band am genannten Termin